Kitzrettung Rheingau-Taunus e.V.

den Tieren verpflichtet

Der Erfolg 2019: 84 gerettete Rehkitze!

Es war eine schweißtreibende Saison für die Kitzrettung Rheingau-Taunus – doch die Mühen haben sich gelohnt: Insgesamt 84 Rehkitzen konnten die Aktiven bei 87 Einsätzen das Leben retten – ein toller Erfolg für den Verein. „So viele Kitze haben wir noch nie gefunden“, freut sich Vorsitzender Axel Lechtenbörger.

Mehr als 500 Hektar Wiesenfläche suchten die ehrenamtlichen Kitzretter in den Wochen von Mitte Mai bis Mitte Juli ab, meist in den frühen Morgenstunden. Dabei leisteten vor allem die drei vereinseigenen, jeweils mit einer Wärmebildkamera ausgestatteten Drohnen gute Dienste. Mit ihrer Hilfe konnten viele im hohen Gras verborgene Tiere aufgespürt werden. Aber auch zu Fuß waren die Helfer durch die Wiesen unterwegs. Erstmals zum Einsatz kamen zudem Geräte, die die Kitze durch Licht- und Tonsignale vertreiben. Insgesamt 30 solcher so genannter „Kitzretter“ hat der Verein dafür angeschafft. Einen Wermutstropfen gab es dennoch: eine der Drohnen fiel nach einem Absturz für längere Zeit aus.

Bewährt hat sich aus Sicht von Lechtenbörger, dass der Verein seine Einsätze auch in den sozialen Medien veröffentlicht. Auf diesem Weg konnten oft sehr kurzfristig noch Helfer gewonnen werden. Die damit verbundene administrative Arbeit soll im kommenden Jahr neu organisiert werden.

Für die nächste Saison plant der Verein zudem, eine weitere Drohne zu bauen. Dies, sowie die Wartung der übrigen Kopter, übernimmt – ebenfalls ehrenamtlich – ein Hobby-Modellbauer aus Oestrich-Winkel. „Ohne seinen Einsatz könnten wir das technische Equipment kaum finanzieren“, macht Lechtenbörger deutlich. Allein die Materialkosten für den neuen Kopter werden nach ersten Schätzungen bei rund 7500 Euro liegen. Für ihre Arbeit ist die Kitzrettung Rheingau-Taunus deshalb auch weiterhin auf Spenden dringend angewiesen.

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