Kitzrettung Rheingau-Taunus e.V.

den Tieren verpflichtet


Die Saison 2020 steht an!

Liebe Freunde! Die Natur erwacht – und lässt sich von Corona nicht aufhalten. In den nächsten Wochen verwandeln sich Felder, Wald und Wiesen wieder in die Kinderstube der Wildtiere. Deshalb wird die Kitzrettung Rheingau-Taunus auch in diesem Jahr die Landwirte dabei unterstützen, die Kitze vor der Mahd der Wiesen in Sicherheit zu bringen.

Wegen der aktuellen Beschränkungen werden sich unsere Einsätze diesmal auf das Aufstellen von Wildtierscheuchen und die Absuche mit Drohnen beschränken. „Suchaktionen, bei denen Helfer in Reihen durch Wiesen laufen, müssen unterbleiben“, so unser Vorsitzender Axel Lechtenbörger. Stattdessen setzen wir verstärkt auf Vergrämung mit elektrischen Geräten, die das Rehwild mit Licht- und Tonsignalen dazu bringen sollen, die Wiesen rechtzeitig mit ihrem Nachwuchs zu verlassen. Aber auch die bewährte Suche mit den drei vereinseigenen Drohnen kann durchgeführt werden. Die Kreisverwaltung des Rheingau-Taunus-Kreises hat dies ausdrücklich genehmigt, solange dabei die Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden.

Weil wir wegen der Beschränkungen keine Infoveranstaltungen für interessierte Helfer stattfinden lassen konnten, haben wir hier im Video den Ablauf unserer Einsätze erklärt:

 

Auch in diesem Jahr suchen wir Helfer, die bereit sind, während der Saison im Mai und Juni bei Einsätzen mitzuhelfen. Damit können Tierfreunde einen ganz konkreten Beitrag zum Tierschutz leisten. Was ihr dabei anziehen solltet? Sabine erklärt es in diesem Video:

Wir freuen uns auf eine wieder erfolgreiche Saison, in der wir viele Tiere vor dem schrecklich Mahdtod retten können. Seid ihr auch dabei? Ruft oder mailt uns an!


Der Erfolg 2019: 84 gerettete Rehkitze!

Es war eine schweißtreibende Saison für die Kitzrettung Rheingau-Taunus – doch die Mühen haben sich gelohnt: Insgesamt 84 Rehkitzen konnten die Aktiven bei 87 Einsätzen das Leben retten – ein toller Erfolg für den Verein. „So viele Kitze haben wir noch nie gefunden“, freut sich Vorsitzender Axel Lechtenbörger.

Mehr als 500 Hektar Wiesenfläche suchten die ehrenamtlichen Kitzretter in den Wochen von Mitte Mai bis Mitte Juli ab, meist in den frühen Morgenstunden. Dabei leisteten vor allem die drei vereinseigenen, jeweils mit einer Wärmebildkamera ausgestatteten Drohnen gute Dienste. Mit ihrer Hilfe konnten viele im hohen Gras verborgene Tiere aufgespürt werden. Aber auch zu Fuß waren die Helfer durch die Wiesen unterwegs. Erstmals zum Einsatz kamen zudem Geräte, die die Kitze durch Licht- und Tonsignale vertreiben. Insgesamt 30 solcher so genannter „Kitzretter“ hat der Verein dafür angeschafft. Einen Wermutstropfen gab es dennoch: eine der Drohnen fiel nach einem Absturz für längere Zeit aus.

Bewährt hat sich aus Sicht von Lechtenbörger, dass der Verein seine Einsätze auch in den sozialen Medien veröffentlicht. Auf diesem Weg konnten oft sehr kurzfristig noch Helfer gewonnen werden. Die damit verbundene administrative Arbeit soll im kommenden Jahr neu organisiert werden.

Für die nächste Saison plant der Verein zudem, eine weitere Drohne zu bauen. Dies, sowie die Wartung der übrigen Kopter, übernimmt – ebenfalls ehrenamtlich – ein Hobby-Modellbauer aus Oestrich-Winkel. „Ohne seinen Einsatz könnten wir das technische Equipment kaum finanzieren“, macht Lechtenbörger deutlich. Allein die Materialkosten für den neuen Kopter werden nach ersten Schätzungen bei rund 7500 Euro liegen. Für ihre Arbeit ist die Kitzrettung Rheingau-Taunus deshalb auch weiterhin auf Spenden dringend angewiesen.


Ihr wollt mitmachen? Hier sagen wir Euch, wie es geht!

In wenigen Wochen geht die Suche wieder los!
Aus diesem Grund veranstalten wir in allen Kreisteilen Info-Stammtische:

  • am Mittwoch, den 3. April 2019, ab 18:00 Uhr, in 65510 Idstein, im Restaurant „Ambach“, Am Hexenturm 9,
  • am 17. April 2019, ab 18:00 Uhr, in 65329 Hohenstein-Breithardt, in der Gaststätte „Achteck“, Römerberg 9.
  • am 25. April 2019, ab 19:00 Uhr, in der Erbacher Scheune (Da Gaetano), in 65346 Eltville am Rhein, Hauptstraße 31.

Wir freuen uns auf alle Interessenten, die uns unterstützen möchten, aber auch auf diejenigen, die sich einfach nur informieren wollen!

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Wir haben einen neuen Vorstand.

+++ PRESSEMITTEILUNG +++

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Die Kitzrettung Rheingau-Taunus geht mit einem neuen Vorstand in das fünfte Jahr ihres Bestehens. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung wurde Axel Lechtenbörger zum neuen Vorsitzenden gewählt, 2. Vorsitzende wurde Sabine Gilbert. Beide engagierten sich schon vorher als Beisitzer im Vorstand.

Lechtenbörger übernimmt damit die Nachfolge von Hannelore Wiedemann, die nach vier Jahren nicht erneut als Vorsitzende kandidierte. Auch die bisherige Stellvertreterin Andrea Gläsener trat nicht wieder an. Dem neuen Vorstand gehören außerdem als Schriftführer Ralf Bachmann und als Kassiererin Carolina Gindra sowie fünf Beisitzer an.

Die scheidende Vorsitzende zog in ihrem Tätigkeitsbericht eine positive Bilanz der zurück liegenden Saison, in der die Helfer mehr als 70 Kitze retten konnten. Zudem leisteten die Mitglieder Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, unter anderem bei zwei Auftritten auf der Landesgartenschau. Eine dritte Drohne konnte angeschafft werden; außerdem wurden erfolgreich die Vorschriften der neuen Drohnenverordnung umgesetzt.  Im kommenden Jahr will sich der Verein wieder ganz auf seine Kernaufgabe konzentrieren.


Das war unsere Saison 2018

Der heiße und trockene Sommer hat der Kitzrettung Rheingau-Taunus eine arbeitsreiche, aber auch erfolgreiche Saison beschert. In der Zeit von Anfang Mai bis Ende Juni absolvierten die ehrenamtlichen Helfer rund 70 Einsätze im Rheingau-Taunus. Vor allem im Rheingau stieg die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich an.“Das zeigt, dass sich der Erfolg unserer Arbeit unter den Landwirten herum spricht“, so die Vorsitzende Hannelore Wiedemann.

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Bei den Einsätzen suchten die Ehrenamtlichen rund 450 Hektar Wiesenfläche ab – zu Fuß und mit den drei mit Wärmebildkameras ausgestatteten vereinseigenen Drohnen. 74 Rehkitzen konnten die Helfer so das Leben retten – entweder, indem sie sie aus der Wiese hinaus trugen, unter Körben sicherten oder sie verscheuchten. Zwei Rehkitze wurden dennoch Opfer der Mähmaschinen.

Nur schwer messbar ist hingegen der Erfolg durch die Vergrämung: Wie viele Kitze von ihren Müttern über Nacht aus den Wiesen geholt wurden, in denen am Vorabend Wildtier-Scheuchen aufgestellt wurden, ist unklar. Als sicher könne jedoch gelten, dass die Abschreckungsmaßnahme in vielen Fällen ebenfalls Erfolg habe, erläuterte die Vorsitzende.

Aus diesem Grund will der Verein im kommenden Jahr eine weitere Vergrämungsmethode erproben, die mit Licht- und Tonsignalen arbeitet. Zwei der Geräte, die die Wildtiere im Umkreis von mindestens 100 Metern fernhalten sollen, werden beschafft, um ihre Wirksamkeit zu testen.

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Den erfolgreichen Abschluss der diesjährigen Saison feierte die Kitzrettung wie immer mit einem Fest für die Helfer, das im August in Steckenroth stattfand. Schon jetzt beginnen die Vorbereitungen für das kommende Jahr: Interessierte werden derzeit im Umgang mit den Multikoptern geschult.


Die Kitzrettung informiert und sucht weitere Mithelferinnen und Mithelfer!

Wir bieten auch in diesem Jahr 3 Info-Veranstaltungen an: am 12. April in Eltville-Erbach, Gaststätte Da Gaetano, Hauptstraße 31, 19.30 Uhr. Am 14. April in Niederhausen-Oberseelbach im Dorfgemeinschaftshaus, Beginn 14 Uhr. Und am 17. April in Taunusstein Neuhof, Gaststätte Zur Burg, Beginn 19 Uhr. Dort erfahrt Ihr, wie die Einsätze ablaufen und was es Neues gibt bei der Kitzrettung. Wir freuen uns auf Euch!