Kitzrettung Rheingau-Taunus e.V.

den Tieren verpflichtet


48 Kitze in Sicherheit gebracht.

Regen, Regen, Regen. Nicht nur die Landwirte, auch die Helfer der Kitzrettung Rheingau-Taunus brauchten in diesem Jahr viel Geduld. Als die Heuernte, die normalerweise Mitte Juni startet, dann wetterbedingt rund vier Wochen später als üblich begann, waren die Kitze bereits überwiegend „flügge“.

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Zudem fiel die Entscheidung der Landwirte zum Mähen noch kurzfristiger als sonst – angesichts des unbeständigen Wetters blieb oft keine Zeit, die Kitzretter noch zu informieren. Dennoch rückten die Helfer wieder zu etlichen Einsätzen aus. Vor allem die Halter von Rindern, die ihr Futter meist sehr viel früher ernten, baten die Kitzrettung um Hilfe. Mit Wildtier-Scheuchen, Wärmebildkamera und den neuen „Wildrettern“ absolvierten die Helfer 25 Aktionen -und brachten dabei 48 Kitze in Sicherheit. Vor allem der Einsatz der Multikopter mit Kamera brachte die Helfer  auf die Spur vieler Kitze, die von ihren Müttern zum Schutz vor Feinden im hohen Gras der Wiesen abgelegt werden.

Allerdings konnte das empfindliche Gerät nicht immer starten: Bei Regen griffen die Kitzretter zur alt bewährten Methode, die Wiesen zu Fuß abzusuchen. Gute Dienste leisten dabei die tragbaren Wildretter, die ebenfalls mit Infrarottechnik arbeiten. Aber auch die Wildtier-Scheuchen, die die Reh-Mütter dazu bringen soll, ihre Kitze über Nacht aus der Wiese zu führen, kamen wieder auf einigen Flächen zum Einsatz.

rtk wärmebildBereits im April hatte die Kitzrettung bei drei Info-Veranstaltungen im Rheingau, Untertaunus und im Idsteiner Land zahlreiche neue Helfer gewonnen. Allerdings erfordere die Mithilfe häufig eine hohe zeitliche Flexibilität – gerade für Berufstätige seien die kurzfristigen Aktionen oft nur schwer einzurichten, weiß Vorsitzende Hannelore Wiedemann. Mit einem Fest bedankt sich der Verein deshalb demnächst bei seinen aktiven und passiven Unterstützern.

Trotz der schwierigen Wetterbedingungen sind die Kitzretter zufrieden mit der Saison und wollen die erfolgreiche Arbeit im nächsten Jahr fortsetzen und ausbauen. Weil es auch immer wieder Anfragen aus anderen Regionen gibt, will der Verein seine Erfahrungen mit den Multikoptern und dem Aufbau eines Netzwerkes auch anderen Interessierten zur Verfügung stellen. Ihre Arbeit wird die Kitzrettung Rheingau-Taunus deshalb auch beim Stadtfest in Wiesbaden am 24. und 25. September am Stand des Stadtforstamtes vorstellen.

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Auch der Untertaunus lässt sich nicht lumpen…

…und beweist ebenfalls großes Engagement in Sachen Tierschutz und Kitzrettung!

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Gestern fand unser zweiter Informationsabend statt. Mit rund 50 Anwesenden war auch diese Veranstaltung in Heidenrod-Kemel ein wunderbarer Erfolg für die Kitzrettung. Wir freuen uns, viele von Euch bei den nahenden Such-Aktionen begrüßen zu dürfen! Die nächste Infoveranstaltung ist am Donnerstag um 19 Uhr im Clubraum der Idsteiner Stadthalle. Bis dahin!


Überwältigende Resonanz im Rheingau

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Die Kitzrettung Rheingau-Taunus will in diesem Jahr auch im Rheingau durchstarten – und hat dafür viele neue Helfer gewonnen. Zu einem Informationsabend in Oestrich-Winkel kamen am Donnerstag mehr als 70 Interessierte in die Weinstube Wingertsknorze. Weil der reservierte Raum sich als zu klein erwies, musste die Veranstaltung im Freien stattfinden.
„Mit einem so großen Ansturm hatten wir nicht gerechnet“, so der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Ralf Bachmann. Er erläuterte, wie die praktische Arbeit der ehrenamtlichen Tierschützer abläuft und wie Helfer bei der Rettung von Rehkitzen mitwirken können. Die Jungtiere werden von ihren Müttern in den Wiesen abgelegt und fliehen nicht, wenn das Gras gemäht wird.
Vor diesem grausamen Tod wollen die Aktiven die Kitze bewahren, indem sie das Muttertier dazu bewegen, das Kitz aus der Wiese zu führen. Dazu stellt der Verein am Abend vor dem Mähtermin Wildtierscheuchen auf, die am nächsten Morgen wieder entfernt werden. Für die direkte Suche unmittelbar vor der Mahd hat der Verein zwei mit einer Wärmebildkamera ausgerüstete Kopter, mit denen die Wiesen abgeflogen werden. Außerdem stehen tragbare Geräte mit Infrarotsensoren zur Verfügung.
Im Rheingau liegen die Jungtiere nicht nur in den Wiesen, sondern auch in den begrünten Rebzeilen. Dort werden sie beim Mulchen zum Opfer der Maschinen. Deshalb will der Verein jetzt auch die Winzer ansprechen und seine Hilfe anbieten.


Infoabend der Kitzrettung in Oestrich-Winkel

TERMINHINWEIS – Jedes Jahr werden zwischen Mai und August deutschlandweit tausende Rehkitze und andere Tiere in den Wiesen Opfer der Mähwerke. Im Rheingau sucht der Verein Kitzrettung Rheingau-Taunus weitere Aktivisten, um die jungen Tiere vor diesem schrecklichen Tod zu bewahren.

Interessierte können sich am Donnerstag, den 14. April 2016, 19 Uhr, in der Weinstube „Wingertsknorze“ (Hauptstraße 6 in Oestrich-Winkel) über die Aufgabe des Vereins informieren.

Im Mai und Juni bringen die Rehe ihre Jungen zur Welt. Um die Jungtiere vor Feinden zu schützen, legen die Ricken sie meist in den Wiesen ab. Während die Mütter bei Gefahr fliehen, verharren die Kitze in den ersten Lebenswochen am Platz und ducken sich tief ins Gras. Dieses Verhalten wird ihnen bei der Mahd der Wiesen zum Verhängnis. In Zusammenarbeit mit den Landwirten ergreift der Verein geeignete Vorsorgemaßnahmen wie die Vergrämung aber auch die Absuche der Wissen mit High-Tech-Geräten wie einem Multikopter mit Wärmebildkamera und Infrarot-Sensorstangen.

„Wie die letzten beiden Jahre gezeigt haben, kann damit vielen Tieren das Leben gerettet werden“, so der stellvertretende Vorsitzende Ralf Bachmann aus Eltville.

Für die Absuche der Felder zwischen Kiedrich und Lorch werden noch Aktivisten gesucht, die regelmäßig oder auch punktuell bei anstehenden Aktionen unterstützen. Eine verbindliche Verpflichtung muss dazu niemand eingehen. Sobald ein Mähtermin bekannt ist, wird im Helferkreis abgefragt, wer unterstützen kann. Je mehr Aktivisten im Helferkreis sind, umso wahrscheinlicher ist es, dass es genügend Teilnehmer gibt, die sich die Aktion zeitlich einrichten können. „Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Im Team werden alle wichtigen Kenntnisse vermittelt und auch die Multikopterpiloten ausgebildet“, so Bachmann weiter.

Am Infoabend führt der Vorstand mit einer Bild- und Videopräsentation in das Thema und die bisherigen Vereinserfahrungen und -erfolge ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Auf dem Holztag…

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Auf großes Interesse stieß der Infostand der Kitzrettung Rheingau-Taunus beim Holztag der Firma Schlotter am Samstag in Wörsdorf. Viele Besucher informierten sich aus erster Hand über die Arbeit der Kitzretter und vor allem über die Möglichkeiten, die Tiere mit Hilfe eines Multikopters mit Infrarot-Wärmebildkamera in den Wiesen zu suchen. In der kommenden Saison werden die Kitzretter nun auch im Idsteiner Raum verstärkt aktiv werden.